Ein Erfahrungsbericht
Es sollten drei Tage in der Natur sein. Meditation,
Schweigen, gutes vegetarisches Essen. Das alles im Herzen der Toskana.
„Sich einfach mal etwas Gutes tun“ stand auf dem Flyer. Kurz entschlossen
meldete ich mich mit meiner Freundin an. Raus aus Frankfurt, rein in
ein neues Erlebnis.
Wir folgten der detaillierten Wegbeschreibung
zu unserem Ziel, nur eine halbe Autostunde von der toskanischen Provinzhauptstadt
Arezzo entfernt. Von der Hauptstraße weg geht es bergauf, dann hört
der Asphalt auf, weiter auf einer Schotterstraße, die schmaler wird.
Na, wo das wohl hinführt?
Wir kommen über den Bergkamm und vor uns öffnet
sich ein wunderschönes Tal mit weiter Sicht auf Hügel und Wälder und
Blick auf La Verna, einer der Wirkungsstätten von Franz von Assisi.
Der Weg schlängelt sich weiter, wir fühlen uns verzaubert von der herrlichen
Landschaft. Schließlich erreichen wir das "Centro Anahata".
Als erstes fällt der kleine See ins Auge, der malerisch daliegt und
zum Baden einlädt; dann ist da das Tagungshaus mit seinen vielen kleinen
und großen Blumeninseln, gemütlichen Sitzecken und freundlich, anheimelndem
Aussehen.
Alles ist liebevoll hergerichtet, und da sind
auch schon Ulli und Renate, die uns herzlich begrüßen und empfangen.
Sie zeigen uns die Zimmer, es gibt 2 Räume mit jeweils 3 Stockbetten
und noch zwei kleine Zimmer, bei Bedarf. Wir suchen uns zwei Betten
aus. Es ist noch ein bisschen Zeit bis zum Mittagessen, wir räumen unsere
Sachen ein und schauen uns um. Andere Kursteilnehmer kommen an, draußen
hören wir Lachen und freudige Begrüßungen. Da kennen sich wohl schon
so manche.
Nachdem alle Kursteilnehmer angekommen sind,
treffen wir uns im Freien an einem langen Tisch, halb in der Sonne,
halb im Schatten zu einem späten Mittagessen. Es gibt leckere Köstlichkeiten:
Nudeln mit Mangold und Sahne, einen riesigen, gemischten Salat, selbstgebackenes
Brot und guten Schafskäse. Man stellt sich einander vor und spricht
über dies und das, was so ein jeder macht und tut im Leben. Im Anschluss
gibt es nicht Kaffee, sondern Kräuter- oder grünen Tee und noch dazu
den Hinweis, wenn irgend möglich in diesen Tagen bitte nicht zu rauchen.
Aber wenn es sein muss, darf man’ s natürlich, nur weiter weggehen,
so dass wirklich niemand den Rauch abkriegt.
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